Presseaussendung von IWPS*) vom Donnerstag, 2. Juni 2005: In Marda wurden 500 Bäume abgeholzt, Demonstration steht bevor!

In Marda wurden 500 Bäume abgeholzt - 20 km entfernt von der "Grünen Linie" - das macht die DorfbewohnerInnen umso entschlossener, am Samstag gegen die Mauer und die Siedlungsexpansion in diesem Gebiet zu demonstrieren.
Sie treffen einander am Samstag, dem 4. Juni um 10 Uhr vormittags im Zentrum von Marda, um entlang der Hauptstrasse der Siedler ("Siedler-Highway"), parallel zum geplanten Mauerverlauf , nach Kifl Hares zu marschieren.

Mittwoch und Donnerstag, am 1. und 2. Juni, haben israelische Arbeiter, geschützt durch die Soldaten und die Security der Siedlung Ariel, haben ca. 500 Bäume im Südosten des Dorfes Marda abgeholzt. Als DorfbewohnerInnen, gemeinsam mit israelischen und internationalen AktivistInnen näher kamen - am Mittwoch um etwa halb vier Uhr nachmittags - verliessen die Arbeiter den Ort. Die Bäume waren mit roter Farbe und Bändern gekennzeichnet, so wie vermutlich der Annexions-Mauerverlauf geplant ist, den Israel rund um Ariel auf dem Land von Marda, Kifl Hares, Hares, Iskaka und Salfit zu bauen versucht.

Diese Bäume leben noch - obwohl die Ernte dieses Jahres ruiniert ist - die Dorfbevölkerung erwartet aber, dass in Kürze Bulldozer kommen werden, um sie zu entwurzeln, damit der Weg für die Mauer 'freigeräumt' wird.

Die bereits niedergeholzten Bäume gehören wenigstens 6 verschiedenen Familien, niemand dieser Familien ist vorher über die Vorgangsweise informiert worden. Einige der Bäume stehen 150 Meter vom derzeit vorhandenen Zaun um Ariel entfernt, andere wieder sind bis zu einem halben Kilometer entfernt von Ariel.

Die DorfbewohnerInnen schätzen die Anzahl der Bäume zwischen dem Mauerpfad und Ariel auf Zehntausende.
Dies ist das erste Mal, dass die "Mauerarbeit" Marda erreicht hat.

Kontakte:
Nasfat, Abu Hassan (Arabic, English) - (+ 972/5)99-841-006, (+ 972/5)22-337-257

International Women's Peace Service (IWPS)
Hares, Salfit
Tel.: (+ 972/9) 251 66 44

*) IWPS beobachtet, dokumentiert und veröffentlicht Menschenrechtsverletzungen und interveniert gewaltfrei, um zu versuchen Menschenrechtsverletzungen zu stoppen. Außerdem unterstützen und fördern sie gewaltfreien Widerstand gegen die illegale Militärbesatzung des Westjordanlands und des Gazastreifens. IWPS möchte einen Grundstein in gewaltfreier Konfliktlösung legen.16 Frauen aus 8 Ländern bilden das Team von IWPS und sind drei Monate im Jahr (jeweils zu viert) über mindestens drei Jahre hinweg vor Ort aktiv.
www.womenspeacepalestine.org

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