57. Jahrestag der NAKBA !
(15. Mai 2005)

Am 15. Mai 1948 wurde der Staat Israel in Palästina ausgerufen. Die Gründung des Staates Israel bedeutete für die arabische Bevölkerung Besatzung mit systematischer ethnischer Säuberung und gewaltsamer Vertreibung. Fazit: Zehntausend ermordete und mehr als 4 Millionen vertriebene Palästinenser.

Der amerikanisch-jüdische Theologe Prof. Marc Ellis schrieb: "Wenn die Shoah ein tragisches Ende des jüdischen Schicksals und der jüdischen Ohnmacht bedeutet, bedeutet die Errichtung des Staates Israel den Beginn des palästinensischen Exils und der palästinensischen Ohnmacht. Sie sind verschieden nach Ort und Ausmaß. Was sie aber verbindet, ist ein Zyklus von Vertreibung."

Das ungeheuere Leid, dass das jüdische Volk durch den Holocaust erlitten hat, wird seit langem von der israelischen Politik missbraucht, um ihre Unterdrückungs-, Annexions- bzw. Vertreibungspolitik gegenüber den Palästinensern ungehinderter durchzusetzen und Leid und Elend über die Palästinenser zu bringen.

Viele Menschen auf der ganzen Welt und so auch die "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost" und die "Frauen in Schwarz" stimmen mit Uri Avnery überein, dass heute das Gedenken an den Holocaust und die Lehre daraus auch bedeutet: "Das Trauern, die Angst und die Scham müssen in eine universale Botschaft gegen alle Formen des Völkermordes gewandelt werden". (ZNet Deutschland 19.3.2005)

Es gilt heute gegen jede Form der Unterdrückung, ethnischen Säuberungen, Diskriminierung, Rassismus aufzutreten.


• Es wird erst Frieden für Israeli und Palästinenser geben, wenn die Besatzung beendet wird.

• Es wird erst Frieden für Israeli und Palästinenser geben, wenn die Siedlungen in den besetzten Gebieten geräumt werden.

• Es wird erst Frieden geben, wenn es eine gerechte Lösung für das Flüchtlingsproblem gibt.

• Es wird erst Frieden geben, wenn die Trennungsmauer abgerissen wird.

• Es wird erst Frieden geben, wenn die palästinensische Bevölkerung nicht mehr täglich schikaniert, beschossen oder bombadiert wird und ihr nicht mehr die Lebensgrundlagen zerstört werden.


In diesem Sinne gedenken wir heute der Al Nakba, dieser ungeheuren Tragödie für das palästinensische Volk, die mit der Gründung des Staates Israel einherging.

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost
Frauen in Schwarz

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