405 palästinensische Studenten unter 18 in israelischen Internierungslagern
Palästinensisches Ministerium für Bildung, 1 May 2006

Seit Beginn der jetzigen Intifada (28. September 2000) wurden mehr als 4000 palästinensische Kinder verhaftet. Zurzeit sind immer noch 405 StudentInnen in Internierungslagern und haben sowohl unter den verschiedensten Arten von Folterungen und Misshandlungen durch die israelische Armee und deren Geheimdienst als auch unter schwierigsten medizinischen und psychologischen Verhältnissen zu leiden.

Nach jüngsten Statistiken des Ministeriums für Bildung und höhere Bildung die inhaftierten Kinder von Gaza und der Westbank betreffend, verteilen sie sich folgendermaßen: 3 aus Gaza und 384 von der Westbank, 19 von Jerusalem, 66 von Nablus, 41 von Ramallah, 38 von Hebron, 9 von Süd-Hebron, 13 von Jenin, 136 von Bethlehem und außerdem 4 Mädchen.

Die Statistik zeigt, dass die inhaftierten Schüler aus Volks- und Mittelschulen kommen und so soll verhindert werden, dass sie ihr Grundrecht auf Ausbildung in Anspruch nehmen und ihr Leben wie alle anderen Kinder der Welt in Frieden leben und von einer vielversprechenden Zukunft träumen können.

Die Statistik zeigt auch, dass allein letztes Jahr die Anzahl der inhaftierten Kinder 226 betragen hat, darunter litten 70 (21%) an unterschiedlichen Krankheiten, die auf die schlechte und sehr harte Behandlung durch ihre Gefängniswärter zurückzuführen ist, außerdem wird ihnen die medizinische Grundversorgung vorenthalten.

Nach Angaben der Assoziation der Gefangenen, von Zeugen und der Verwandten der inhaftierten Kinder, leiden 99% dieser Kinder unter unmenschlicher Behandlung, Beleidigungen und Folterungen durch Schläge auf den ganzen Körper durch den Geheimdienst der israelischen Armee; 500 der Kinder waren bei ihrer Internierung unter 18 Jahren und sind nun als über 18jährige noch immer in den Internierungslagern.

Aberkennung ihrer Grundrechte

Diese Kinder leiden unter den schwierigen und schlechten Umständen in den israelischen Internierungslagern: obwohl 42 von ihnen sehr krank sind, wurde ihnen die medizinische Versorgung, das Besuchsrecht ihrer Familien und Anwälte verweigert, sie wurden in dunkle Gefängniszellen gesteckt, sie bekamen schlechtes und unzureichendes Essen, die Badezimmer und Duschen sind mangelhaft, sie erhalten weder Beratung noch psychologische Betreuung, werden von harten israelischen Kriminellen sexuell belästigt, als Gruppe bestraft und sind Infektionskrankheiten ausgesetzt gewesen. All das sind Verstösse gegen internationale Menschenrechte und insbesonders das internationale Abkommen zum Kinderschutz und die 4. Genfer Konvention.

Angst und Panik

Diese internierten Kinder leben unter ständiger Panik und Angst vor den täglichen barbarischen Angriffen und Folterungen durch ihre Gefängniswärter und des Geheimdienstes der Armee, im speziellen der Ermittler, die sie zwingen wollen, ihre Teilnahme an der Intifada und an Taten zuzugeben, die sie nicht begangen haben, zusätzlich verwenden sie noch alle Arten von psychischen Druckmitteln, die gegen die Rechte und die Würde dieser Kinder verstossen. Diese internierten Kinder wurden auch mit israelischen Drogendealern, Gangs und Kriminellen zusammengebracht, die ihr Leben fortwährend bedrohen, indem sie scharfe Klingen verwenden und sie in manchen Fällen auch belästigen. Diese Kinder sind all ihrer Grundrechte und Grundbedürfnisse beraubt, entgegen allen internationalen Gesetzen und Konventionen. Diese Kindergefangenen wurden willkürlich verhaftet, ohne zu erfahren, warum und wo sie gefangen gehalten werden, sie bekommen lange Zeit keinen Anwalt und haben kein Recht ihre Familien zu benachrichtigen. Gemäß der internationalen Menschenrechte, haben diese Kinder ein Recht auf ihren Anwalt, das Recht dazu, ihre Familien zu verständigen, das Recht, den Grund ihrer Inhaftierung zu erfahren und ebenso das Recht, Einspruch gegen die Anschuldigungen zu erheben und Kontakt zur Aussenwelt zu haben, das Recht human und menschenwürdig behandelt zu werden. Nach Zeugen-Angaben der inhaftierten Kinder, verweigern israelische Behörden und die Gefängnisverwaltung den Transfer inhaftierter kranker Kinder ins Spital und/bzw. medizinische Versorgung und Behandlung, in einigen Fällen leiden sie auch durch das medizinische Personal und das ist ebenfalls durch internationale Menschenrechtsgesetze und Konventionen verboten. Darüberhinaus leiden viele dieser gefangenen Kinder an psychischen Erkrankungen, die auch ihr künftiges Leben in Mitleidenschaft ziehen werden. Die offizielle Statistik zeigt, dass fast 40% dieser psychischen Erkrankungen durch Folterungen und barbarische Behandlung durch Angehörige der israelischen Armee und ihres Geheimdienstes, schlechte Ernährung und ungesunde Bedingungen der Internierungslager verursacht wurden.

Direktorat                         Studenten                        Lehrkräfte
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Jenin                               13                                   11
Kabatiah                          43                                     7
Tulkarim                           30                                     -
Kalkiliah                              4                                    2
Nablus                             66                                     4
Sulfite                               3                                    3
Ramallah & Albirah              41                                   11
Jericho                               -                                     -
Jerusalem Vorstädte           18                                     2
Jerusalem                           1                                    2
Bethlehem                       136                                    5
Hebron                             38                                   14
Süd-Hebron                        9                                  15
Gaza                                 -                                     -
Nord Gaza                          -                                     -
Gaza Mitte                          3                                    -
Khan Younis                        -                                     -
Rafah                                -                                     -
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Gesamt                            405                                 76
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Die Tabelle zeigt Verteilung der Anzahl der Studenten und Lehrkräfte in israelischen Gefängnissen nach Gebieten.

Übers. Tina Salhi

Quelle:

http://right2edu.birzeit.edu/news/article366

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