Genug der Massaker, genug des Schweigens von Luisa Morgantini *) MEP GUE/NGL,
Vorsitz des EP Komitees für Entwicklung und Mitglied des Politischen Komitees der Euromed Versammlung, Strasbourg, 14. Juni 2006
"Genug der Massaker, genug des Schweigens: für die Angriffe in den palästinensischen Territorien ist eine politische Lösung so rasch als möglich notwendig; und wir müssen dem palästinensischen Volk so schnell als möglich volle finanzielle Hilfe geben", erklärte Luisa Morgantini, (GUE/NGL), Vorsitzende des EP Komitees für Entwicklung und Mitglied des Politischen Komitees der Euromed Versammlung.
"Die Europäische Union und die internationale Gemeinschaft muss die wiederholten Verbrechen, die in diesen Tagen in den Besetzten Gebieten und im Gazastreifen - ohne Unterbrechungen - geschehen, zutiefst verurteilen.
Die Todesliste wird länger und länger, Kinder sind weiterhin Ziel für wahllose Gewalt: erst vor 2 Tagen verursachten israelische Angriffe 11 Opfer.
Wir müssen zu den israelischen Überfällen in Gaza und zu den palästinensischen Missiles gegen die Städte im Süden Israels ein klares Stopp sagen.
Palästina steht nicht nur vor einer humanitären Krise, um der entgegenzuwirken, muss Europa die finanzielle Hilfe für die palästinensische Bevölkerung gänzlich wiederherstellen, so wie es auch beim ausserordentlichen Treffen der Euromed Versammlung (am 7. Juni 2006 in Brüssel) erklärt worden ist, bei der auch die "tiefe Anteilnahme über die sich immer mehr verschlechternde Situation" in den palästinensischen Gebieten und in Gaza ausgedrückt wurde.
Darüberhinaus nähert sich die interne politische Krise dramatisch einem Bürgerkrieg. Das Schweigen der internationalen Gemeinschaft spielt bei dieser Katastrophe eine Schlüsselrolle: Worauf warten wir immer noch, bevor wir eine politische Lösung starten, die für beide Seiten gerecht und zukunftsfähig ist?
Brauchen wir noch mehr Tote, um konkret daran zu arbeiten, damit es zu effektiven Verhandlungen kommt, die die Road Map respektieren und die gegen alle unilateralen Pläne der israelischen Regierung eine unerschütterliche Position einnehmen?
Es liegt auch in unserer Verantwortung, die Erfüllung der Mechanismen zur Hilfe zu beschleunigen, die das [Nahost-]Quartett vorgeschlagen hat, was, "ohne Einschränkungen aller Alltagsaspekte der PalästinenserInnen, einschließlich der Begleichung der Rechnungen für die Gehälter der BeamtInnen", erfolgen soll, wie durch die Euromed Versammlung nochmals bestätigt wurde, die von den israelischen Behörden auch klar die Rückgabe der gesamten Tarife und Abgaben verlangt haben, die sie für die Palästinensische Autonomiebehörde wahrgenommen haben.
Wenn wir weiterhin vor dem Druck der Parteien kapitulieren, fahrlässig zu sein, gewalttätig zu sein, zu verstummen, werden wir unweigerlich immer mehr mehr zu Komplizen dieser Katastrophe.
Für Informationen:
LUISA MORGANTINI 00393483921465 oder
FRANCESCA CUTARELLI 0032484714862/ 00393405649335
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Luisa Morgantini ist auch Mitglied der italienischen Frauen in Schwarz: Donne in Nero
Übers.: Tina Salhi
