hagarIn Memoriam HAGAR ROUBLEV (1954-2000)

Am 21. August jährte sich der Todestag von Hagar Roblev zum 6. Mal. Sie war eine der Gründerinnen von Women in Black - Frauen in Schwarz.Wir erinnern uns an ihre Vitalität, ihr Engagement für Frieden und Gerechtigkeit, ihre Dialogfähigkeit und ihre Bereitschaft zuzuhören.

Die Erinnerung an sie ist für uns, in dieser schwierigen Zeit, eine ständige Ermutigung für eine bessere Welt weiter zu arbeiten.Am Montag, dem 21. August 2000, starb sie in Paros (Griechenland).

 

 

Sie war nicht nur bei den "Women in Black" eine wichtige Persönlichkeit, sondern auch in der israelischen Anti-Atomwaffen-Bewegung.

Sie wurde vor 52 Jahren in Israel geboren. Von frühester Jugend an war sie politische Aktivistin, sie unterstützte seit 1967 den bedingungslosen Rückzug Israels aus den Besetzten Gebieten, einschließlich Ost-Jerusalem.

Zwischen 1984 und 1987 arbeitete sie für das PLO-Büro in Paris. 1988 war sie Mitbegründerin einer Bewegung, die schon bald als "Women in Black Against Occupation" (Frauen in Schwarz gegen Besatzung) bekannt war. Danach war sie bei "Bat Shalom", dem Zentrum für die Koordination von israelischen und palästinensischen Frauen für den Frieden als politische Leiterin tätig.

Zuletzt war sie mit Öffentlichkeitsarbeit und Informationen zu Israel als Atommacht beschäftigt. Deshalb hatte sie auch mit Mordechai Vanunu, dem Atomtechniker, zu tun, der zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt worden war, weil er die geheime Produktion der Atomzentrale in Dimona aufgedeckt hatte.

Hagar war sowohl gegen den hebräischen Zionismus wie auch gegen den palästinensischen Nationalismus und unterstützte die Schaffung eines binationalen weltlichen Staates für Israelis und PalästinenserInnen.

Für alle jene, die nicht das Glück hatten, Hagar zu kennen, wird geraten das Interview zu lesen, dass sie Montse Boix 1999, nach der internationalen Konferenz der Women in Black in Montenegro, gegeben hat. Das erlaubt uns nicht nur ein wenig über Hagar zu erfahren, sondern gibt uns auch einen Eindruck wie WiB als Bewegung begann und wie sich Women in Black weiter entwickelte (in Spanisch):

http://www.nodo50.org/mujeresred/mdn-israel.html

Wenn wir heutzutage über den Platz sprechen, an den die WiB in Jerusalem ihre Mahnwachen abhalten, wird er nicht mehr Plaza de Paris genannt, sondern "Plaza de Hagar": Hagar-Platz.

Letztes Jahr, nach der internationalen Konferenz der Women in Black (WiB) in Jerusalem, wurde eine Gedenkfeier für Hagar veranstaltet. Von Hagars Mutter kam die Hoffnung, dass sich WiB - im Sinne Hagars - weiterhin mit all ihren Kräften für Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit einsetzen würden.

Text: Tina Salhi (mit Hilfe von engl. Artikeln bzw. Nachrufen von Luisa Morgantini, den Frauen von 'Bat Shalom" etc.)

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